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Erfolgreiches Geschäftsjahr 2017 für Possehl-Gruppe

  •     Konzernumsatz erreicht mit € 3,8 Mrd. das hohe Vorjahresniveau
  •     Operatives Ergebnis (EBIT) steigt leicht auf € 176 Mio.
  •     Zahlreiche Ergänzungsakquisitionen getätigt


Das Geschäftsjahr 2017 war für die Possehl-Gruppe wiederum erfolgreich. Der Lübecker Mischkonzern erzielte im vergangenen Jahr nach vorläufigen Zahlen einen Umsatz von € 3,8 Mrd. Die um Edelmetallumsätze und Wechselkursveränderungen bereinigten Erlöse stiegen um rund 8 %. „Wir haben unsere Wachstumsprognosen übertroffen und unsere Finanzkennzahlen nochmals verbessert. Die Possehl-Gruppe bleibt damit auf einem profitablen Wachstumskurs“ sagte Dr. Joachim Brenk, seit dem 1. August 2017 Vorstandsvorsitzender der L. Possehl & Co. mbH.

Das operative Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) stieg auf € 176 Mio. Die operative EBIT-Rendite bezogen auf den Umsatz ohne Edelmetalle liegt unverändert bei 7 %. Zu dem guten Ergebnis trugen alle neun Geschäftsbereiche des Konzerns bei. Eine besonders erfreuliche Entwicklung verzeichneten die Bereiche Elastomeranlagen und Elektronik, die beide indirekt von der weltweiten Automobilkonjunktur profitierten. Über die Tochtergesellschaft Harburg-Freudenberger Maschinenbau GmbH ist Possehl Weltmarktführer bei Anlagen und Maschinen zur Herstellung von Autoreifen. Possehl Electronics ist ein bedeutender Zulieferer in den Bereichen Automobilelektronik, Halbleiter und LED-Scheinwerfer. Ein zweistelliges Umsatzwachstum wurde zudem im Geschäftsbereich Dokumentenmanagementsysteme erzielt. Hier ist es gelungen, die Abhängigkeit vom schrumpfenden Briefmarkt zu verringern und in den Zukunftsmärkten für Paketsortieranlagen, eCommerce und Logistik zu wachsen. Die übrigen Unternehmensbereiche des Konzerns zeigten sich stabil und konnten größtenteils die guten Ergebnisse des Vorjahres bestätigen.

„Dass wir in einigen Geschäftsbereichen nicht noch erfolgreicher waren, lag auch daran, dass zahlreiche unserer Unternehmen vakante Stellen angesichts der Hochkonjunktur nicht oder nicht so schnell besetzen konnten, wie es erforderlich gewesen wäre. Dies gilt sowohl für den Ingenieurbereich als auch für die handwerklichen und kaufmännischen Funktionen“, sagte Mario Schreiber, Vorstandsmitglied bei Possehl. Um diesem Mangel entgegenzuwirken, hat Possehl im vergangenen Jahr seine zentral gesteuerten Qualifikations- und Personalentwicklungsprogramme intensiviert, parallel zu denen, die in den Gesellschaften laufen.

Der Markt für Unternehmenstransaktionen war im vergangenen Jahr für langfristig orientierte Investoren ausgesprochen schwierig. Anhaltend niedrige Zinsen, ein hoher Anlagedruck bei vielen Finanzinvestoren sowie die in den letzten Jahren gestiegenen Unternehmensgewinne trieben die Kaufpreise für Unternehmen weiter in die Höhe. In diesem anspruchsvollen Umfeld konnte Possehl im vergangenen Jahr fünf Unternehmen erwerben bzw. sich an diesen beteiligen. Einen Schwerpunkt bildeten dabei Ergänzungsakquisitionen für die bestehenden Geschäftsbereiche. „Dass wir unter diesen schwierigen Rahmenbedingungen so viele gut aufgestellte mittelständische Unternehmen für uns gewinnen konnten, belegt die hohe Attraktivität von Possehl als langfristigem Investor und Nachfolgeunternehmer im Mittelstand“, erläuterte Dr. Henning von Klitzing, Mitglied des Vorstands und zuständig für Mergers & Acquisitions, den Erfolg.

Auch für die kommenden Jahre sieht der Possehl-Vorstand gute Möglichkeiten, das Wachstum erfolgreich fortzusetzen, sowohl durch organische Entwicklung als auch durch weitere Unternehmenszukäufe. Auf der Zukaufseite war die Gruppe bereits zum Jahresauftakt erfolgreich und vermeldete Ende Januar 2018 den Erwerb des englischen Schmuckherstellers und -zulieferers Weston Beamor.

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